Prokrastination – Wenn Dein Gehirn wieder mal putzen möchte…

Kennen Sie diese Situation?

Sie haben sich fest vorgenommen Ihre Hausaufgaben zu machen:

Einen deutschen Aufsatz für Ihren Deutschkurs.

Es ist Samstag morgen.

Sie setzen sich an den Schreibtisch.

Doch dann fällt Ihnen ein, Sie waren noch nicht einkaufen.

Sie gehen einkaufen.

Dann sehen Sie Ihre Wohnung.

Sie muss geputzt werden.

Also putzen Sie.

Dann ruft Ihre Tante Sie an.

Sie telefonieren mit ihr.

Ihre Tante erinnert Sie daran, dass Sie das Fotoalbum für die 90 Jahre Ihres Onkels machen müssen.

Also fangen Sie an Fotos zusammenzusuchen.

Dann denken Sie, dass Sie immer noch nicht Ihr Flugticket für den Sommer gekauft haben.

Also suchen Sie nach Angeboten im Internet.

Und so geht es immer weiter….

Ihren Deutschaufsatz?

Ach, morgen ist auch noch Zeit dafür!

Am nächsten Tag passiert das gleiche.

Im Inneren sind Sie aber nicht zufrieden, weil es schon seit 5 Tagen so geht.

Der deutsche Aufsatz ist immer noch eine unerledigte Aufgabe.

Aufgaben ständig aufzuschieben, die man eigentlich noch am selben Tag oder in derselben Stunde machen könnten nennt man

Prokrastination

Im umgangssprachlichen Deutsch würde man

Aufschieberitis

sagen.

Leiden Sie auch an Aufschieberitis?

Es gibt zahlreiche Studien über die Prokrastination.

Was sich harmlos anhört, kann schlimme Konsequenzen haben:

Dauerndes schlechtes Gewissen, Körperbeschwerden bis hin zu Trennungen.

Es gibt viele Gründe für die Aufschieberitis.

  1. Sie sind ein Perfektionist. Sie haben Angst eine schlechte Arbeit zu präsentieren.
  2. Die Aufgabe ist so wichtig und groß, dass Sie gar nicht wissen, wo Sie anfangen sollen.
  3. Sie können Ihre Zeit nicht einteilen.
  4. Sie lassen sich leicht ablenken.

Das sind einige Gründe.

Haben Sie eine Tendenz Aufgaben aufzuschieben?

Was glauben Sie? Warum tun Sie es?

Oft liegt in dieser Antwort auch die Lösung.

WELCHE LÖSUNGEN GIBT ES?

Wir immer ist es bei jedem Menschen unterschiedlich.

Je nachdem welcher „Aufschiebertyp“ Sie sind, gibt es dafür eine andere Lösung.

Freunde, Studien und Artikel geben Dir immer tolle Tipps, was man gegen Prokrastination machen kann.

Erstmal die „Basics“:

Einen ordentlichen Schreibtisch haben

Studien belegen, dass ein aufgeräumter Schreibtisch die Produktivität fördert.

Ich habe es auch ausprobiert.

Es ist verrückt, wie effizient man mit einem ordentlichen Schreibtisch sein kann.

 

Facebook- Whatsapp ausschalten

Wir leben in der “Ablenkzeit.”

Überall werden wir mit Informationen bombardiert, ob wir es wollen oder nicht.

Freunde und Familie schreiben zu jeder Tageszeit und man hat immer das Gefühl antworten zu müssen.

Wenn Sie arbeiten, dann schalten Sie alle Geräte auf lautlos.

 

Lernort suchen

Es gibt Personen, die besser zuhause lernen.

Andere können nur in Bibliotheken oder Cafés, im Park oder am Arbeitsplatz lernen.

Am besten, Sie testen aus, wo Sie am besten lernen und sich konzentrieren können…

…und planen regelmäßige Besuche dorthin.

 

Alles aufschreiben oder mit dem Handy aufnehmen

Sind Sie ein stark visueller Typ, kann aufschreiben oder malen eine gute Lösung sein.

Wenn man die Aufgaben auf Papier malt oder schreibt, werden sie konkreter.

Am besten, Sie nehmen ein Blatt Papier, und schreiben alles auf, was Ihnen zu Ihren Deutschzielen einfällt.

Schauen Sie sich die Liste noch einmal and und stellen Sie sich dazu Fragen.

Sie können die Punkte wegstreichen, die nicht realistisch sind.

Dann schreibst Sie die Liste nochmal.

Sie unterteilen die Aufgaben nach ihrer Priorität und der Zeit, die Sie  dafür brauchen.

Nehmen wir nun Deutschaufgaben als Beispiel:

  • Neue Wörter lernen
  • Aufsatz für die nächste Deutschstunde schreiben
  • Passivübungen suchen und machen
  •  Text lesen

 

Mit Zahlen konkretisieren und in den Kalender eintragen!

Aufgaben sollten mit Zahlen verdeutlicht werden, damit sie messbar werden.

Zum Beispiel so:

  • 10 neue Wörter pro Tag am Abend lernen
  • Den Aufsatz darf ich nur in 60 Minuten schreiben
  • 1 Stunde lang 10 Passivübungen im Internet suchen
  • Alle Passivaufgaben machen
  • 1 Stunde Text lesen und unbekannte Wörter herausschreiben.

Nun sollte man diese Punkte in den eigenen Kalender eintragen.

Ohne Eintrag in den Kalender, werden keine Aufgaben gemacht.

Man muss wirklich überlegen:

Wie lange brauche ich für eine Aufgabe?

Wann bin ich am produktivsten?

Wann kann ich sie am besten machen?

Hast Sie das herausgefunden- planen Sie weiter.

 

Tage und Wochen planen

Manchmal sagen dir Leute, dass man im Leben nicht alles planen kann.

Das stimmt.

Allerdings… wenn man nichts plant, erreicht man auch vieles nicht, was man erreichen will.

Man muss eine Balance finden zwischen Planung und Spontaneität.

Planen ist Magie.

Sowohl für die Arbeit als auch für das Privatleben sollte man einen Jahreskalender haben.

Wenn Sie im Oktober die B2 Prüfung machen willst- schreib Sie das in Ihren Kalender.

Setzen Sie dann konkrete Zwischenziele für die Prüfung und unterteilen Sie in Einzelschritte.

Zum Beispiel:

  • Jedes Wochenende, am Samstag Morgen, mache ich Prüfungsaufgaben (80 bis 120 Minuten):
  • Erste Woche – Prüfungsaufgaben “Lesen”
  • Zweite Woche – Prüfungsaufgaben “Hören”
  • Dritte Woche- Prüfungsaufgaben “Schreiben”
  • Vierte Woche – Ich treffe mich mit einem Freund/einer Freundin und mache die Prüfungsaufgaben “Sprechen”

Wenn Sie im April anfangen, dann können Sie 5 Prüfungen bearbeiten, bevor Sie die richtige machen.

Oder Sie bearbeiten ein Kapitel des Lehrbuchs innerhalb einer Woche:

  • Am Montag und Donnerstag Abend, mache ich 1 ½ Stunden Buchaufgaben.

Am wichtigsten ist, dass Sie sich Zeit nehmen, alles zu planen.

Wenn Sie planen, haben Sie eine Orientierung und Sie müssen nicht so viel darüber nachdenken oder Entscheidungen treffen.

 

Noch ein kleiner konkreter Tipp:

Pomodoro -Technik

Sie stellen sich beim Arbeiten/Lernen einen Wecker auf 25 Minuten.

Danach machen Sie eine Pause von 5 Minuten.

Sie  arbeiten dann wieder 25 konzentriert weiter.

Nach 4 x 25 Minuten machen Sie eine längere Pause.

Sie können natürlich die 25 Minuten auf 20 Minuten kürzen- oder verlängern.

Dadurch dass man kurze Zeiten mit Pausen ansetzt, kann man konzentrierter arbeiten, da man weiß, man wird gleich mit einer Pause belohnt.

Wenn Ihnen die Tipps gefallen, dann leite sie diese weiter! 🙂

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